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1942 gegründet: «Die Kameradschaft war so wichtig wie das Singen»
1942 gegründet: «Die Kameradschaft war so wichtig wie das Singen» Sörenberg:

Vor 75 Jahren
gründeten 13 junge Männer
den Jodlerklub Echo Sörenberg. Das Jubiläum wird mit einem
eigens einstudierten Theater
mit viel Musik gefeiert.



Es war keine einfache Zeit, als sich in Sörenberg 13 Männer zusammenfanden, um einen Jodlerklub zu gründen, denn das Gründungsjahr 1942 fiel mitten in die Kriegszeit. «Vielleicht hat gerade dies die Gründer angespornt, sich regelmässig zum Singen zu treffen», vermutet der Präsident des Jodlerklubs Echo Sörenberg, Remo Fallegger. Denn Kameradschaft und Zusammenhalt seien ebenso wichtig gewesen wie das Jodellied. Auf einem Gründerfoto sind zwölf der 13 Jodler mit Anzug und Krawatte zu sehen. «Das war damals so üblich», erklärt Franz Schnider, ein Aktivmitglied des Vereins. «Das Geld für eine Tracht fehlte und niemand wusste, ob der Verein Bestand haben würde.» Später wurde der «Chüjermutz» zur Vereinstracht gewählt. Franz Schnider weiss auch, wie der Verein zu seinem Namen kam: «Sörenberg ist umgeben von Bergen, da lag es nahe, sich Jodlerklub ‹Echo› zu nennen.»

Als Männerverein gestartet

Das Jahr 1957 markierte mit dem Beitritt zum eidgenössischen Jodlerverband einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Zwei Jahre später nahmen die Männer am Jodlerfest in Stans teil. Apropos Männer: Der Jodlerklub Echo Sörenberg war während der ersten Jahrzehnte ein reiner Männerverein. Frauen reihten sich erst später in den Sängerkreis ein. In den Jodelstimmen unterstützt und musikalisch geleitet wird der Chor heute von Marie-Theres Bieri. Die Teilnahme an den Jodlerfesten ist für den Klub aus Sörenberg eine Erfolgsgeschichte. An den drei letzten Unterverbandsfesten in Reiden, Sarnen und Schüpfheim wurden alle Vorträge mit der Bestnote «Sehr gut» honoriert.

Theater mit Nebeneffekt

Wenn ein Verein 75 Jahre alt wird, dann gibt es einiges zu erzählen. «Anekdoten gibt es viele», bestätigen Remo Fallegger und Franz Schnider. «Als vor 52 Jahren ein noch heute aktiver Jodler aufgenommen wurde, bekam er die Aufforderung, auch gleichzeitig im Kirchenchor mitzusingen, weil dort die Mitgliederzahl ebenfalls knapp gewesen ist», erinnert sich Franz Schnider. Der Betroffene habe dies dann tatsächlich während 20 Jahren auch getan! «Und an den Theatern des Vereins wurden immer mal wieder Dorfbewohner geneckt», erzählt Franz Schnider weiter. Der Jodlerklub Echo Sörenberg hat keine eigene Theatergruppe; alle Aktiven machen bei den Aufführungen jeweils mit und erhalten passende Rollen zugewiesen.

Benjamin Stocker-Zaugg


«Weisch no» heisst das Theater, mit dem der Jodlerklub Echo Sörenberg sein 75-jähriges Bestehen feiert. Nach einer Idee von Theo und Franz Schnider werden vertraute Jodellieder mit Erinnerungen verbunden. Dazwischen ist der Refrain aus Polo Hofers «Weisch no» zu hören. Zusätzlich zu den Liedern werden auch Naturjutze zu hören sein. Abgerundet wird das Programm mit Vorträgen von mehreren Kleinformationen.

 

Aufführungsdaten: 19., 20., 24., 26., 27. Mai, 20 Uhr, Turnhalle, Schulhaus Sörenberg

 

18.05.2017 :: Potpourri «Weisch no?»
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