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15 Kunstschaffende präsentierten ein breites Spektrum an Werken
15 Kunstschaffende präsentierten ein  breites Spektrum an Werken Lützelflüh:

Der Verein Kulturmühle Lützelflüh organisiert seit 25 Jahren Konzerte und Ausstellungen – zum Jubiläum waren 15 Künstler aus der Umgebung mit ihren Werken eingeladen.

Vereinspräsidentin Regina Gilgen konnte am Eröffnungstag nebst den Künstlerinnen und Künstlern eine grosse Anzahl Besucher in der Kulturmühle willkommen heissen. Der Anlass – 25 Jahre Verein Kulturmühle – versprach ein interessantes Spektrum einheimischen Kunstschaffens. In all diesen Jahren, erwähnte die Rednerin, habe sich die Mühle zu einem weitherum bekannten Kultur- und Begegnungsort entwickelt, dank notabene 187 Konzertveranstaltungen und 178 Ausstellungen. Das beweise, dass sich der Verein auf dem richtigen Weg befinde. Passend zur Weihnachtszeit, wo viele auf der Suche nach einem Geschenk für ihre Lieben seien, präsentierten nun 15 Kunstschaffende aus der näheren Umgebung von Lützelflüh, was sie das Jahr hindurch im heimischen Atelier erarbeitet haben: Eine unglaubliche Vielfalt verschiedener Kunstwerke.

Erdrückender Besucherandrang

Die vielen Eindrücke machten einfach sprachlos, man konnte nur schauen und staunen. So viele Ausdrucksformen, so viele Sichtweisen, so viele Farben. Fast ein wenig schade, dass der Andrang so gross war, dass man kaum in Ruhe ein Bild betrachten konnte. Und die Künstler wurden von Freunden und Bewunderern in Beschlag genommen. Also liess man sich vom Strom der Besucher durch die Räume treiben, und die grossen und kleinen Bilder, die Skulpturen und die Gegenstände gewannen nach und nach an Wirkung. 

Da tummelte sich gleich beim Eingang «Flugo», Toni Flückigers Wildtierpark: Uhu, Adler, Bären, Wölfe und Steinböcke in Originalgrösse, naturnah aus Holz geschnitzt. Gegen-über die riesigen, abstrakten Farbsynfonien von Stefan Kleeb. Und im Hintergrund beschauliches Strandleben am leise plätschernden Meer von Kurt Sommer. Zur Rechten verwirrten Andrea Affolters Keramik-skulpturen den Betrachter: Engel oder Teufel oder Kobold, die einem da frech entgegen grinsen? 

Stau wegen Gemälden

Im Nebenraum Erika Arnolds hauchzarte Aquarellblüten, begleitet von Schalen, Kugeln und Kerzenhaltern, die Hans Burkhalter aus knorrigem Holz gedrechselt hat. Dazu gesellt sich Traktorliebhaber Fritz Hofstet-ter mit Bildern und Objekten uralter Arbeitsmaschinen. Beim Treppenaufgang führen die Gemälde von Claudia Kühni und Susanna Feller zu einem Stau der Betrachter. Silvan Altermatts Landschaften und Dorfansichten teilen den ersten Stock in der Mitte. Dahinter fesseln kostbare Schalen und Ziergegenstände das Auge, unergründlich schimmern Gold und Regenbogen aus der Tiefe des geschmolzenen Glases. Leuchtende Geranien blühen auf Rachel Whittakers Bildern, sie wecken Erinnerungen an warme Sommertage. 

Wer hat vom Guetzliteig genascht?

Christian Siegenthaler hält seine Umgebung mit feinen Tuschstrichen fest, man erkennt zahlreiche Bauernhäuser von Spaziergängen in der Umgebung. Zwischen den Fenstern stehen Renate Liechtis kleine, in leuch-tenden Farben bemalte Würfel. Sie können zu Landschaften zusammen gefügt werden. Die stolzen, grossen Engel von Werner Heiniger heischen nach Bewunderung. Zu ihren Füssen tummelt sich gedrechseltes Bauernvolk, arbeitend, trinkend und bedrohlich das Wallholz schwingend. Ob da jemand vom Guetzliteig genascht hat?


 

14.12.2017 :: Gertrud Lehmann
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