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Fenster zur hehren Alpenwelt
Rüegsau: Fast glaubt man die Luft werde dünn im Ausstellungsraum der Gallery, die Bilder von Louis Dürr sind Fenster zur Alpenwelt.
Der Gallery in Rüegsauschachen gelang es, die wohl grösste private Sammlung des Burgdorfer Künstlers Louis Dürr der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Louis Dürr (1896-1972) ent-stammte einer angesehenen Burgdorfer Familie. Sein Vater war Hutfabrikant, doch unter seinen Vorfahren gab es etliche Künstler, auch Maler. Trudi Aeschlimann, Redaktorin des Burgdorfer Jahrbuches, wusste an der Ausstellungseröffnung interessante Angaben aus Leben und Werk des Malers zu erzählen. So wollten die besorgten Eltern, dass Louis Dürr zuerst einen anständigen Beruf erlernte, also wurde er von Louis Bechstein zum Fotografen ausgebildet. Doch dann ermöglichten sie dem kunstbeflissenen Jüngling die ersehnte Ausbildung an in- und ausländischen Akademien zum Kunstmaler. An Talent und Fleiss mangelte es nicht, ab 1924 konnte er sich als freiberuflicher Maler behaupten.

Dürrs bevorzugtes Sujet waren Berge und Landschaften, nur vereinzelt findet man Menschen oder Gebäude in seinen Bildern. Genau wie sein grosses Vorbild Ferdinand Hodler verstand er es meisterhaft, Stimmungen einzufangen. Beim Betrachten fühlt man fast den leichten Nebel, der sich verflüchtigt, während die Sonne die Berggipfel mit Morgenröte übergiesst. Ohne Zweifel liebte Dürr die Alpen, sonst hätte er sich nicht die Mühe gemacht, seine Ausrüstung immer wieder in die Höhe zu schleppen. Er malte nämlich ausschliesslich in freier Natur und bediente sich nicht etwa einer Skizze, die im Atelier fertiggestellt wurde. Das spürt man beim Betrachten der Bilder; wer die Bergwelt liebt, fühlt sich von Dürrs Gemälden angesprochen.Dass in der Gallery die Ausstellung mit etwa 40 Dürr-Werken möglich wurde, liegt laut Galerist Franz Hofer daran, dass ein privater Sammler sich altershalber von seinen Bildern trennen will. Sie können also nicht nur bewundert werden, sondern sind auch zu kaufen. Die Preise der eindrücklichen Oelgemälde liegen im vier- bis fünfstelligen Bereich.







Die Dürr-Ausstellung in der Bilderbörse Gallery dauert bis am 27. März. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 14 bis 17 Uhr, Samstag, 10 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr, Sonntag, 14 bis 17 Uhr.
10.03.2011 :: Gertrud Lehmann
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